
Meine Geschichte
Hey, ich bin Clarissa. Jahrgang 1990, Vierfach-Mama und vor allem: eine Mutter, die selbst einmal genau dort stand, wo du vielleicht gerade stehst.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, dein Kind über alles zu lieben und trotzdem immer wieder an deine Grenzen zu kommen. Wie es ist, abends neben deinem schlafenden Kind zu sitzen und zu denken: „Morgen mache ich es anders.“ Und dann passiert es doch wieder. Du wirst laut, bist gereizt, unfair, erschöpft – und schämst dich sofort dafür.
Nicht, weil du dein Kind nicht genug liebst. Sondern weil du irgendwann einfach nicht mehr kannst.
Genau dort war ich.
Mit der Geburt meiner Kinder hat sich mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ich wollte alles anders machen. Liebevoll. Bedürfnisorientiert. Verbunden. Ich wollte meine Kinder achtsam begleiten und ihnen das geben, was ich mir selbst manchmal gewünscht hätte.
Doch während ich in der Theorie genau wusste, wie liebevolle Begleitung aussieht, bin ich in der Praxis immer wieder an mir selbst gescheitert.
Ich habe mir jeden Abend aufs Neue geschworen: Morgen mach ichs anders. Und nichts hat geklappt. Bis ich verstanden habe um was es wirklich geht. Mir selbst mit genauso viel Liebe und Weichheit zu begegnen wie meinem Kind
Ich habe mich aufgeopfert, meine eigenen Bedürfnisse ignoriert und funktioniert. Ich dachte lange, ich müsste mich nur noch mehr anstrengen. Noch geduldiger sein. Noch liebevoller. Noch mehr geben.
Bis irgendwann nichts mehr übrig war.
Ich war müde. Unendlich müde. Verloren in meinem eigenen Leben. Überfordert von all den Ansprüchen, die ich an mich hatte. Und gleichzeitig begleitet von dieser tiefen Schuld und Scham, weil ich doch eigentlich genau wusste, wie ich Mutter sein wollte.
Warum triggern mich manche Situationen so sehr? Warum werde ich laut, obwohl ich ruhig bleiben wollte? Warum fühlt sich Mutterschaft manchmal so schwer an, obwohl ich meine Kinder über alles liebe?
Heute weiß ich: Das Problem war nie, dass ich eine schlechte Mutter war.
Mutterschaft hat einfach all das sichtbar gemacht, was längst in mir war. Alte Prägungen. Tiefe Überzeugungen. Perfektionismus. Anpassung. Grenzen, die ich nie gelernt hatte zu setzen. Bedürfnisse, die ich selbst so lange übergangen hatte.
Und ehrlich? Ich mochte nicht immer, was mir da begegnet ist.
Manches war schmerzhaft. Manches hässlich. Ganz vieles hat mich komplett überfordert.
Doch genau dort begann mein Weg.


Ich begann hinzuschauen. Zu verstehen, was mich geprägt hat, was mir Energie raubt und warum manche Situationen mich so tief treffen. Ich durfte alte Muster erkennen, Kreisläufe durchbrechen und vor allem lernen, mir selbst wirklich zu begegnen – in all meinen Gefühlen, Bedürfnissen, Grenzen und Anteilen.
Denn wir alle tragen Seiten in uns, die laut werden, wenn wir erschöpft sind. Seiten, die wir oft verurteilen, wegdrücken oder nicht sehen wollen. Doch genau diese Seiten brauchen kein „Reiß dich zusammen“. Sie brauchen Verständnis, Sicherheit und Mitgefühl.
Und genau das hat alles verändert.
Nicht, weil plötzlich alles perfekt wurde. Sondern weil ich aufgehört habe, gegen mich selbst zu kämpfen. Weil ich verstanden habe, was eigentlich in mir passiert. Weil ich gelernt habe, dass Veränderung nicht über Druck entsteht – sondern über Verstehen.

Heute begleite ich Mütter, die ihre Kinder unendlich lieben und trotzdem oft am Limit sind. Mütter, die Angst haben, etwas weiterzugeben. Die sich fragen, warum es trotz all ihrer Liebe manchmal so schwer ist. Mütter, die es anders machen wollen – und trotzdem immer wieder in alten Mustern landen.
Ich sehe dich. Ich verstehe dich. Und ich möchte, dass du weißt:
Du bist nicht falsch. Du bist nicht kaputt. Und es muss nicht für immer so bleiben.
Veränderung ist möglich. Nicht durch Perfektion. Sondern durch Sicherheit, Verständnis und kleine Schritte, die wirklich möglich sind.
Genau dafür öffne ich Räume – Räume voller Halt, Sicherheit und echter Verbindung. Räume, in denen du mit allem da sein darfst. Mit deiner Erschöpfung, deiner Wut, deiner Scham und deiner Sehnsucht nach Veränderung.
Denn sichere Verbindung beginnt immer zuerst in uns.
Deine Clarissa
